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Arbeit mit Pferden

„Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch seine Schwankungen.

 Ärgere dich nie über dein Pferd; du könntest dich ebensowohl über deinen Spiegel ärgern.“

- Rudolf G. Binding -

Das Pferd als Spiegel. Das Pferd als Feedbackgeber. Das Pferd als Lehrmeister.

Diese Aussagen bestimmen meine Grundhaltung dem Pferd gegenüber ganz wesentlich. Dies schließt nicht aus, dass das Pferd einen ganz eigenen Charakter hat, den es zu bewahren und zu fördern gilt. Pferde haben eine sehr feine Wahrnehmung und betrachten uns als Ganzes; nicht als das, was wir glauben auszusenden, sondern sie reagieren auf das, was in uns ist.

Aus dieser Haltung heraus können wir dem Pferd zuhören, uns selbst besser kennenlernen, zusammen lernen, Vertrauen aufbauen und unser beider Persönlichkeiten frei entwickeln. 

Wenn wir an feinen Hilfen reiten wollen, ist es wichtig, dass wir unser Fachwissen schulen, uns selbst reflektieren, gedankliche Klarheit gewinnen, unser Gefühl entwickeln und uns sensibel auf unser Pferd einstellen können. Ein Schlüsselelement auf dem Weg dahin ist für mich unser Atem. 

 

Die Atmung reagiert unmittelbar auf Einflüsse, die auf uns wirken, auch wenn wir die Veränderungen häufig selbst kaum wahrnehmen. Somit gibt uns der Atem immer Auskunft über unsere inneren Befindlichkeiten, von denen man annehmen kann, dass sie vom Pferd wahrgenommen und gespiegelt werden.

Durch das Kennenlernen unseres eigenen Atems lernen wir mehr über uns selbst und über unsere Spannungszustände im Körper. Je besser wir uns selbst kennen, umso authentischer wird unsere Aussage dem Pferd gegenüber.

 

Durch die Schulung der Körperwahrnehmung mit Hilfe unseres Atems können wir beim Reiten eine feinere Verbindung mit dem Pferd herstellen, seine Bewegung leichter erspüren und gezielter Hilfen geben.

 

Ein weiterer wesentlicher Punkt für mich sind unsere Gedanken, Einstellungen, Erfahrungen und Emotionen, die unser Handeln bestimmen. Sie zeigen sich nicht nur in unserem Verhalten, sondern auch unser Körper drückt sie aus, z.B. durch Muskelspannung /-entspannung, Körperhaltung, usw. und können davon ausgehen, dass dies dem Pferd, als sensibles Wesen, nicht verborgen bleibt.

Daher finde ich den ganzheitlichen Ansatz „mit und von Pferden zu lernen“ so spannend und wertvoll.

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Die Klassisch-barocke Reiterei ist die Reitweise, auf der meine Arbeit beruht. Das Ziel feine Hilfen und eine feine Kommunikation mit dem Pferd anzustreben, erscheint mir das einzig Richtige. So zu arbeiten, dass das Pferd stolz auf seine Leistung und sich selber ist. Meine Arbeit zielt darauf ab, dass das Pferd motiviert mitarbeitet und sich ausdrücken darf. Ein Pferd, dass mit mir kommuniziert und seinen Charakter entfaltet ist die schönste Belohnung.

Die Bedeutung unsere Atmung bei der Arbeit mit dem Pferd ist ganz wesentlich. Daher ist es mir ein Anliegen den Blick immer wieder darauf zu lenken.

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Stetig mich zu reflektieren und an mir zu arbeiten ergibt sich aus meiner Grundhaltung dem Pferd gegenüber, zu erkennen wie meine Pferd mich spiegelt. Bei der Arbeit mit dem Pferd im Hier und Jetzt zusein, meine Themen zu lösen und das geeignete Mindset zu entwickeln - das macht einen großen Unterschied.

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